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(Januar 2005)

Wintereinbruch

Nachdem das Wetter bis Ende Januar nahezu frühlingshaft warm, sonnig und trocken war, brach nun der schon seit Wochen angesagte Winter mit Schneefall herein. (Die Wettervorhersagen sind für Rumänien gewöhnlich nicht sehr zuverlässig.)

Eines Freitagsabends fing es an zu schneien und es hat bis Montag nicht mehr aufgehört. Hier ein Blick Samstagmorgens aus unserem Küchenfenster Bild
Bild Schnee ist hier eine ganz andere Erfahrung als in Deutschland. Es werden nur ein paar Hauptstrassen geräumt, allerdings nicht gestreut. Auf einigen Nationalstrassen ausserhalb der Stadt, gibt es wohl hin und wieder Sand-Streuungen, sagt man uns. Salz scheint aber komplett unüblich zu sein.
Nebenstrassen werden gar nicht geräumt. Man fährt einfach den Schnee platt, wenn man sich mit seinem Auto noch vorwärts bewegen kann. Manche Anwohner schippen den Schnee zumindest vor ihrem Haus ein wenig weg. Unsere Nachbarn z.B. haben ihn direkt an unser Auto geworfen. Am nächsten Morgen war es kaum noch zu finden unter den ganzen Schneebergen. Bild
Bild Als Fussgänger kann man ohne Ende dem Spass des Tiefschnee-Wanderns nachgehen, denn für die Fussweg-Räumung scheint sich niemand verantwortlich zu fühlen. Im tief verschneiten Herastrau-Park macht das aber auch Spass.
Auch der Herastrau-See, um den meine Lieblingslaufstrecke führt, liegt zugfroren in der Schneelandschaft. Bild

Die letzten zwei Wochen lagen die Temperaturen oft um die -15 Grad. Der festgefahrene Schnee auf den Strassen hat sich inzwischen zu Eis verwandelt und mit dem Auto rutscht man sich durch centimeter-dicke Spurrinnen. So lange man diese nicht verlassen möchte, um abzubiegen, funktioniert das sehr gut. :-)