Ein Samstags-Ausflug mit Freunden führt uns nach Sinaia. Ein kleines Städtchen, durch das wir schon einige Male gefahren sind, z.B. auf dem Weg nach Brasov. Wir haben perfektes Ausflugswetter: strahlend blauer Himmel und die Temperatur liegt kurz unter dem Gefrierpunkt -- recht angenehm für Ende Januar.
Unser Ziel ist das Schloss "Peles", das ein wenig abseits der Hauptstrasse gelegen ist. Wir parken an der Strasse und gehen den letzten Kilometer bis zum Schloss eine kleine Waldstrasse entlang. Schon bevor das Schloss auch nur in Sichtweite war, trafen wir schon auf die ersten Händler und "Touri-Fänger". Besonders beliebt scheint es hier zu sein, exotische Tiere bereitzustellen, mit denen sich die Touristen (gegen Geld natürlich) ablichten lassen. So treffen wir auf einen kleinen Tiger, der wohl mit Medikamenten vollgestopft und ruhig gestellt ist, damit er sich nicht wehren kann. Ein paar Meter weiter steht eine Frau mit einem riesigen Hasen an einer Hundeleine. Die arme Tiere, aber die Leute hier scheinen das völlig ok zu finden. :-/
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Nach dem wir diesen "Zirkus" hinter uns gelassen haben, gibt der Wald uns nun den ersten Blick auf das Schloss frei. Sehr hübsch!
Man merkt, dass es eine deutsche Vergangenheit hat. Ein solches Schloss hätte man auch genau so gut z.B. in Bayern finden können. König Karl I (aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen) liess ihn 1873 nach den Zeichnungen des deutschen Architekten Wilhelm Doderers errichten.
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Auch bei näherer Betrachtung gefällt uns das Schloss sehr gut. Die Fassaden sind sehr hübsch und gepflegt. Auch um den Schlossgarten scheint man sich hier gut zu kümmern.
Im Inneren des Schlosses schlurfen wir mit den riesigen Hausschuhen, die über die Strassenschuhe gezogen die Böden und Teppiche schonen sollen, dem Guide hinterher und lauschen seinen englisch-sprachigen Ausführungen über die einzelnen Räume, Einrichtungsgegenstände und ehemaligen Bewohner des Schlosses. Für ein Schloss sehr nett, aber wohnen möchte ich hier nicht. Ist alles ein wenig überladen.
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Nach der so anstrengenden Besichtigung, machen wir einen kleinen Spaziergang und kehren dann in einem netten Hotel-Restaurant ein, um uns zu stärken. Während wir gemütlich was essen, fängt es langsam an zu schneien. Als wir das Restaurant wieder verlassen, liegen schon ein paar Zentimeter Schnee und das scheint erst der Anfang zu sein, denn es schneit fröhlich weiter.
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Nach einer kleiner Schneeballschacht, stapfen wir durch den Schnee zum Schloss "Pelisor" (dem kleinen Peles). Auch hier machen wir wieder eine Führung mit. Das Schlösschen ist recht nett gemacht -- allerdings hat es viel mehr Ähnlichkeit mit einem normalen Wohnhaus, als mit dem prunkvollen Peles.
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Auf dem Rückweg zum Auto geniessen wir noch mal den Blick auf Peles, dass nun - im Schnee - ganz anders aussieht als vor ein paar Stunden noch bei unserer Ankunft.
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