|
(Juni 2004)
Am Schwarzen Meer
Da Rumänien ja bekanntlich auch eine Küste zum Schwarzen Meer sein eigen nennt und wir beide
unglaublich gern am Meer sind, führte uns einer unserer ersten Ausflüge nach Constanta (Konstanza).
Immerhin geht sogar eine Autobahn von Bukarest Richtung Constanta ab. Erste Schwierigkeit ist das Finden der
Autobahnzufahrt. Habe ich schon erwähnt, dass Rumänien unheimlich schlecht im Wegweiser aufstellen
ist? Wir haben nur ein einziges Autobahn-Zeichen gefunden und wer konnte ahnen, dass der Autobahnzubringer
tatsächlich eine 5km lange Schotterpiste ist? Als wir dann endlich den Weg aus der Stadt und auf die A2 gefunden
hatten, ging es erstmal richtig zügig voran. Die Autobahn war brandneu, in einem super Zustand und es war
kaum was los. Klasse, so kanns weitergehen! Tat es nur leider nicht so richtig lange, denn die Autobahn endet schon
nach 60km wieder. Wir waren ein wenig enttäuscht, denn wir hatten gehofft, dass sie schon fast oder ganz
durchgebaut ist. Also gings die nächsten knapp 200km fast ausschliesslich auf Landstrassen durch alle Dörfer.
Irgendwo kurz vor Constanta gab es noch mal ein Stück schon ältere Autobahn, die aber nicht weiter
erwähnenswert ist.
|
Gleich beim Reinfahren nach Constanta fällt uns auf, dass es lange nicht so staubig ist wie in Bukarest.
Auch die Wohnblocks sehen ein wenig besser erhalten aus. Constanta selbst ist auch eine sehr nette Stadt.
Es beheimatet den grössten rumänischen Seehafen, hat eine tolle Küste und eine nette
Innenstadt sogar mit Fussgängerzone.
|
|
|
Was uns auch sehr gut gefällt ist die Promenade mit Palmen, kleinen Geschäften und Restaurants.
Die Strände sind relativ breit und sehen auf den ersten Blick recht sauber aus. Da die Hauptsaison noch
nicht ganz angefangen hat, ist auch noch nicht soviel los.
|
|
Im Süden von Constanta folgt von Eforie bis Mangalia ein Badeort nach dem anderen. Die 50km Küste
sind (leider?) fast vollständig touristisch erschlossen. Wir übernachten in einem hübschen Hotel in
Neptun. (Nein, nicht direkt beim Gott des Meeres, sondern nur in einem Badeort, der nach ihm benannt ist.)
|
|
|
Man kann Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten aller Art finden. Vom Fünf-Sterne-Luxushotel
bis zur privaten Unterkunft. Letztere wird übrigens in grosser Zahl angepriesen, indem die jeweiligen Vermieter
einfach ihre Oma (oder falls nicht vorhanden, sich selbst) an die Zufahrtsstrassen stellen und den ganzen Tag mit
dem Zimmerschlüssel winken. Marketing Null Punkte. :-)
|
|
Einen tollen Sonnenuntergang kann man an der Schwarzmeerküste auch bewundern. Uns hat unser erster Besuch
hier recht gut gefallen. Schade, dass man vier bis fünf Stunden unterwegs ist, um hierher zu kommen.
|
|
Nachdem wir nun inzwischen ein weiteres mal im Hochsommer am Meer waren, würde ich einen Küsten-Besuch
zu dieser Zeit nicht empfehlen. Entgegen zur Vorsaison sind die Strände für meinen Geschmack viel zu voll. Keine
Möglichkeit einen ruhigen Strandspaziergang zu machen, überall Massen an Leute und Lärm. Letzteres
würden manche sicher auch als Musik bezeichnen. Wir fanden es aber eher stöhrend, dass aus jeder, der alle 50 m
zu findenden Boxen, eine andere Musik dröhnt. Die Rumänen scheint das nicht zu stören, aber
mich. Auch die Zahl des herumliegenden Mülls hat erstaunlich zugenommen. Wahrscheinlich reicht es nicht, wenn nur
einmal am Tag jemand hier aufräumt?! Fazit: also ein erholsamen Strandurlaub stell ich mir anders vor. Wir kommen besser
erst wieder, wenn die Hauptsaison vorbei ist.
|