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(Oktober 2004)
Donau Delta
Nachdem wir ja schon den Donau-Ursprung kennen, wollten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, uns auch mal das "Ende" der Donau
anzusehen. Dieses ist im Osten Rumäniens -- im Donau-Delta zu finden.
Die Fahrt ins Delta glich einer weiteren Episode der dramatischen Seifenoper "Wo geht's denn lang? -- oder warum Rumänien so wenig
Verkehrzeichen besitzt". In den Hauptrollen zwei deutsche Softwareentwickler im Auto unterwegs und eine Stadt auf halben Wege ins Donau
Delta. In den Nebenrollen eine Reihe von Einbahnstrassen, die immer in die gleiche Richtung gehen, eine nicht existierende Brücke
und die Dunkelheit. Nachdem unsere tapferen Reisenden aus einen schweren Kampf mit dem dunklen Monster, dass sie mit einem Wust von
im Kreis führenden Strassen in seine Fäge locken wollte, siegreich hervorgingen, wartete auch schon das nächste Abenteuer
auf sie. Eine Brücke, die sie über den reissenden Donau-Strom bringen sollte, war verschwunden als hätte sie nie
existiert (oder hat sie das wirklich nicht?!). So leicht liessen sich unsere Helden jedoch nicht von ihrem Vorhaben, die Donau zu
überqueren, abbringen. Sie suchten nach Alternativen und wurden in einer sehr dunklen Ecken fündig, an der sich auch schon
andere mutige, dem Monster entronnene Kämpfer gesammelt hatten. Gemeinsam bestiegen sie wagemutig ein paar schwimmende Bretter,
die von einem motorähnlichen Gebilde angetrieben wurden und niemand wusste, in welch dunkle Abenteuer sie dies führen würde....
(Fortsetzung folgt) :-)
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Um es mal vorweg zu nehmen... Wir sind heile über die Donau gekommen und konnten unsere Fahrt fortsetzen. Inzwischen war es schon
22.00Uhr und dementsprechend dunkel. Mir war ein wenig mulmig, da man uns eigentlich vor Überlandfahrten im Dunkeln gewarnt hat.
Autos waren fast keine mehr unterwegs, dafür aber allerhand andere Gefährte und Gesellen. Wir trafen auf zahlreiche Pferde-Kutschen,
die zum Teil gar nicht oder nur mit einer funzligen Taschenlampen versuchten auf sich aufmerksam zu machen. Ausserdem teilten
wir uns die Strasse mit Gänsen, Rehen, einem Hirsch, Ochsen, einem Igel und einem Polizisten, der unsere Papiere kontrollieren
wollte. So war uns also nicht arg langweilig bis wir Tulcea endlich erreichten und dort in unserem Hotel das Zimmer mit dem tollsten Blick auf
die Donau-Promenade bekamen.
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Da man das Donau Delta nur auf dem Wasserweg erkunden kann, machten wir uns am folgenden morgen auf, um uns eine passende Bootstour zu
suchen. Unser Hotel hatte für den Tag eine Tour anzubieten, aber wir wollten uns erstmal ein paar Alternativen anschauen. Also liefen wir
am Ufer entlang und waren gut gerüstet für die vielen Angebote, die auf uns beiden offensichtlichen Touris einstürzen würden.
Ausser einem Fischer, der versuchte sein klapprigen Boot anzubieten, ist aber gar nichts passiert. Es gibt jede
Menge Boote, die dort angelegt sind, aber nirgends Werbeschildchen, die einem irgendwas über Touren, Abfahrtszeiten usw. erzählen
(Marketing Null Punkte -- aber das hatten wir ja an anderer Stelle schon).
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Einen kurzen Augenblick haben wir mit dem Gedanken gespielt,
eine Fähre zu besteigen, die uns in ein weit entferntes Dörfchen gebracht hätte, was wir uns gern anschauen wollten. Gut dass wir
es nicht getan haben, denn wie ich später las, fahren dort die Fähren nur zweimal die Woche. Das wäre ein recht langes Wochenende
geworden.
Letztendlich nahmen wir dann also doch die Hotel-Tour... das Boot sah ganz ok aus und wir wussten wenigstens, dass wir abends wieder nach Tulcea
zurück kommen. Wir waren ca. 30 Personen auf einem Schiff, dass für 80 ausgelegt ist. So hatte man also genug Platz und konnte sich
in Ruhe das Delta anschauen.
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In der Nähe von Tulcea teilt sich die Donau in drei Arme: Chilia, Sulina und Sfantu Gheorge. Von diesen wiederrum gehen unzählige
kleine Kanäle aus. Auf einigen von den Kanälen sind wir herumgeschippert.
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Das Donau-Delta ist durchzogen von Reed, Marschland und Wald. Im Frühling und Herbst sind auch diese Teile häufig überflutet.
Ein wenig erinnert mich die ganze Landschaft an die Everglades in Floria. Nur die Krokodile fehlen hier. :-)
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Im Donau Delta sind über 1200 Pflanzenarten zu finden, ausserdem 300 verschiedene Arten von Vögeln und 45 Frischwasser-Fisch-Arten.
Letzteres ist wohl der Grund weshalb man sehr viele Fischer entlang der Fluss-Ufer sieht.
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Vögel kann man auch jede Menge sehen, da ich leider ornitologisch nicht so bewandert bin, kann ich jetzt nicht so genau aufzählen welche
Arten wir jeweils genau beobachten konnten.
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Pelikane haben sich leider nicht in unser Blickfeld gesellt. So waren diese hier (die ich auf einem Hotel-Wandbild fand), die einzigen, die wir zu Gesicht bekamen.
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