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(Dezember 2004)
Apuseni Gebirge
Nachdem wir Maramures und Oradea hinter uns gelassen haben, geht es nun durch
das Apuseni Gebirge. Wir wollen ein wenig durch die höher gelegenen Orte fahren und dann uns dort in den zahlreichen kleinen
Orten ein Hotel oder eine Pension suchen. Soweit der Plan. Die Realität sieht sehr verschneit und dunkel aus. Die Strassen sind halbwegs
vom Schnee befreit, allerdings ziemlich eng, da der ganze Schnee an den Rand geschoben wurde und nun in der Mitte nicht mehr so richtig
viel Platz ist. Die Ortschaften, die wir durchfahren sind dunkel -- keine Strassenbeleuchtungen, nur einige mutige Menschen, die herumlaufen und
wahrscheinlich gar nicht wissen, wie schlecht man sie sehen kann. Von grossen Leuchtreklamen oder auch nur kleinen Hinweisschildchen, die auf
zu vermietende Schlafplätze verweisen keine Spur.
Der nächste recht grosse Ort auf der Karte ist Campeni. Da ich überzeugt davon bin, dass Campeni gross genug ist, um eine ganze Reihe
von Hotels und Restaurants zu bieten, mache ich mir kaum Sorgen über die späten Abendstunden. Als wir Campeni erreicht haben und
mehrmals durch den Ort gefahren sind, ohne eine Übernachtungsmöglichkeit gesehen zu haben, machen wir uns dann langsam doch
Gedanken. Der nächste grosse Ort ist noch ewig weit weg und es ist viel zu kalt um im Auto zu übernachten. Wir halten an einer Tankstelle
und erkundigen uns nach dem nächsten Hotel. Trotz nur sehr geringer Englisch-Kenntnisse versteht uns der Tankstellenmitarbeiter und
da erklären zu schwierig ist, begleitet er uns einfach und zeigt uns das Hotel der Stadt. (Allein hätten wir das tatsächlich nie gefunden.)
Der nette Mensch von der Tankstelle hilft uns auch noch dabei ein Zimmer dort zu bekommen, denn die Hotel-Besitzerin spricht kein Wort Englisch. Puh,
haben wir ja noch mal Glück gehabt. Auch wenn das Hotel nicht gerade den höchsten Standards entspricht, sind wir doch mehr als
zufrieden, ein Dach über dem Kopf zu haben. Die Hilfsbereitschaft der Rumänen ist echt klasse!
Am nächsten Tag brechen wir auf, um uns die Eishöhle (Scarisoara) anzuschauen. Diesen zweitgrössten unterirdischen Gletscher
der Welt wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir müssen ein ganzes Stück der Strecke zurück, die wir gestern
gekommen sind. Irgendwann biegen wir von der Hauptstrasse ab und finden einen Wegweiser zur Höhle. Der Weg den wir nun befahren
müssen ist unbefestigt und unglaublich matschig und holprig.
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Wir fahren immer an einem Fluss entlang und hin und wieder durch kleine Ortschaften. Es geht natürlich nur sehr langsam voran. Da es
keine Schilder mehr gibt, fragen wir hin und wieder mal Einheimische, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. (Dafür reicht mein Rumänisch
zum Glück schon.)
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Schliesslich erreichen wir eine Stelle, an der der Weg nicht mehr weiterzuführen scheint. Wir fragen nochmal Einheimische und diese verweisen
uns dann auf einen matschigen kleinen Trampelpfad, der steil bergauf führt und nach einer einstüdigen Wanderung zur Höhle
führen soll. Angesichts des schlechten Zustands des Weges und der Tatsache, dass wir nicht mal wissen, ob die Höhle überhaupt
geöffnet und begehbar ist, entschliessen wir uns schweren Herzens zur Umkehr. Sehr schade, aber vielleicht können wir es ja ein
anderes Mal versuchen.
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Nach diesem missglückten Höhlenbesichtigungsversuch machen wir uns nun auf den Weg zur letzten Station unseres Urlaubs - nach
Timisoara.
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